Mit Haarverlängerungen zu langen Haaren

Kunsthaar oder Echthaar

Am kostengünstigsten sind Hair Extensions aus Kunsthaar. Da Kunsthaar bekanntermaßen nicht sehr strapazierfähig ist und keineswegs mit Wasser gewaschen, stattdessen nur mit „trockenem Shampoo“ gereinigt werden kann, eignet es sich vor allem für einen kurzen Gebrauch zu außergewöhnlichen Anlässen. Das ebenfalls künstlich hergestellte Kanekalon- oder Thermofiberhaar ist ein wenig hochpreisig, sieht allerdings Echthaar enorm vergleichbarer als Kunsthaar. Unter anderem kann es beinahe wie natürliches Kopfhaar in Stand gehalten und gestylt werden. Es kann z. B. gereinigt, geföhnt und mit Hilfe eines Lockenstabs gestylt werden, da es bessere Temperaturen aushält. Alle Arten von synthetischen Haarverlängerungsteilen sollten sehr wohl im Vorhinein bei dem Erwerb in den unwiderruflichen Farbton ausgesucht sein, da diese später keinesfalls gefärbt werden können. Diese neigen obendrein dazu, sich statisch aufzuladen. Am naturgemäßesten sowohl in Präsenz wie auch Pflege wirken Extensions, wenn dafür Echthaar verwendet wird. Ebendiese Hair Extensions können im Unterschied dazu relativ hochpreisig sein, wobei es zudem bei Echthaar-Extensions Qualitätsunterschiede gibt. Am edelsten ist nicht behandeltes europäisches Kopfhaar. Da das hingegen nur selten verfügbar ist, wird überwiegend indisches Haar verwendet, das traditionell in hinduistischen Tempeln geopfert wird. Dieses zeichnet sich wahrlich nicht nur dadurch aus, dass es grundsätzlich chemisch unbelastet ist, sondern kann zudem entsprechend der naturbelassenen Wachstumsrichtung verarbeitet werden. Aufbereitetes oder ausgekämmtes Echthaar ist etwas kostengünstiger. Jeglichen Modellen von Echthaar-Extensions ist gemein, dass diese exakt wie die persönlichen Haare in Stand gehalten und gefärbt werden können. Europäisches Haar ist im Großen und Ganzen feiner, indisches und asiatisches Kopfhaar dicker und kräftiger. Zu guter Letzt könntest du unter glattem oder gewelltem Haar auswählen, um so an deine Traumfrisur zu gelangen.

Warme oder kalte Prozeduren für die nächste Haarverlängerung?

Abgekoppelt davon, ob es sich bei den Extensions um Kunst- oder Naturhaar dreht, werden sie in der Regel möglichst dicht an dem Haarboden eingebunden. Im Zuge dessen soll ein unscheinbares Erscheinungsbild und eine maximale Zeit des Tragens sichergestellt werden. Grundsätzlich werden die unterschiedlichen Techniken in 2 Kategorien unterteilt: einerseits die mechanische oder kalte sowie die warme Prozedur. Beim Letzteren wird Temperatur dafür verwendet, um das eigene Kopfhaar mit den vorhandenen Haarverlängerungsteilen zu verbinden. Bei der Ultraschall- oder Lasermethode kommt z. B. keine direkte Temperatur zur Verwendung, gleichwohl solche Handlungsweise zur warmen Methodik zählt. Keratin wird in diesem Zusammenhang meist als Klebesubstanz verwendet. In chemischer Beziehung ist es mit unserem haareigenen Keratin gleichartig, da das körperliche Haar zu circa 90% aus diesem Eiweiß besteht. Konträr dazu auch hochwertige Kunststoffe, wie beispielsweise Polymere werden eingesetzt. Das spätere Lösen der Verbindungen geschieht durch Alkohol. Bei der kalten Methode hingegen wird das eigene Haar mit den Extensions durch Kunststoff- oder Aluminiumhülsen direkt mechanisch gemeinsam gekoppelt. Solche Verknüpfung ist direkt gemacht und besitzt eine hohe Stabilität. Aufgrund dessen, dass kein Kleberstoff im Haar überbleibt und nur die Schalen entfernt werden müssen, ist das Lösen oft sehr unkompliziert. Im Kontrast zu thermoplastischen Klebstoffen sind demgegenüber die Hülsen fest und können vor allem beim Schlafen oder Liegen als unschön verspürt werden. Darüber hinaus weisen selbige bis dato eine andere Besonderheit auf: Das Innere ist mit einer Gummierung oder mit Silikon ausgestattet, mit dem Ziel, dass das eigene Haar nicht das kleinste bisschen vom blanken Metall zerquetscht wird und aufgrund dessen an dieser Stelle bricht. Eine weitere Gestaltungsmöglichkeit seine Mähne zu verlängern bietet die Lasermethode. Hierbei werden Plättchen aus Keratin, an welchen die Haarverlängerung in feinen Strähnen fest gemacht sind, an das eigene Kopfhaar gelegt und dann mit einem Laserlicht behandelt. Die Beschaffenheit der keratinhaltigen Plättchen wird damit verändert und es ergibt sich eine kräftige Bindung. Eine erneute Laserbehandlung löst alles wieder. Wem das Einarbeiten individueller Strähnen zu zeitintensiv vorkommt, kann ebenfalls mit Unterstützung von Tressen seinen Wunschtraum vom langen Haar befriedigen. Dies sind ganze Haarbahnen unterschiedlicher Breite, welche horizontal an das Körperhaar angebracht werden.

Haltbarkeit

Mittlerweile halten zeitgerechte Verfahrensweisen der Haarverlängerung spürbar länger als damals. In Abhängigkeit der Wuchsgeschwindigkeit des persönlichen Haares, der Struktur des Fremdhaares wie auch der verwendeten Methode variiert die Alterungsbeständigkeit. Die Lebensdauer von Clip-Ins ist zwischen 6 bis max. 12 Monate. Leicht trennbare Clips müssen allerdings grundsätzlich alle 6 bis 8 Wochen neu gemacht bzw. vollständig gereinigt werden, währenddessen mit Ultraschall angebrachte Haare auf Erfahrung beruhend drei bis vier Monate durchgehend benutzt werden können. Bondings verfügen über eine ungefähre Nutzungsdauer von vier bis sechs Monaten, da je nach Haarwuchs dann die Verbindungen sichtbar werden. Im Durchschnitt fällt nach 6 Monaten jede Menge Körperhaar heraus, dass die hineingearbeiteten Extensions ihren Halt verlieren und herabfallen. Aber auch eine unzureichende Pflege wie auch eine miserable Qualität des Stoffs besitzen negative Auswirkungen auf die allgemeine Haltbarkeit von Extensions. Sowie die Haare jedoch häufiger in der Woche von Chlor– oder Natursalzwasser angegriffen, geglättet oder direkter Sonnenstrahlung ausgesetzt werden, verkürzt sich die Lebensdauer sehr stark. Die richtigen Pflegeprodukte sollten in diesem Zusammenhang in Abstimmung mit dem behandelnden Frisör angepasst werden, damit der Schutz und die Alterungsbeständigkeit gewährleistet sind.